Was bedeutet es, mit Eltern aufzu­wachsen, die in der Kindheit und Jugend sexuelle Gewalt  erlebt haben?

Was bedeutet es, mit Eltern aufzu­wachsen, die in der Kindheit
und Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben?

Inhalt

Eine Befragung zur Perspektive der nächsten Generation. „Die nächste Generation“ ist ein Forschungs­projekt und schließt an die Studie „Eltern­schaft nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend“ an.

In dieser Studie ging es um die Heraus­for­de­rungen vor denen Betroffene stehen, wenn sie Eltern werden, wie sie ihre Entscheidung für oder gegen Kinder treffen, wie sehr sie sich um den Schutz der Kinder sorgen, wie sie mit ihren Kindern über die erlebte Gewalt sprechen und elter­liche Verant­wortung leben.

Ziel

Ziel des Projekts „Die nächste Generation“ 
ist es, heraus­zu­finden, was es für die Kinder bedeutet, mit Eltern aufzu­wachsen, die sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend erlebt haben und die mögli­cher­weise zeitweise oder dauerhaft belastet sind.

Die Ergeb­nisse der Eltern­schafts­studie sollen so aus der Kinder­po­sition ergänzt und kommen­tiert werden. Darüber hinaus sollen Erkennt­nisse zu Belastungen und Resilienz der nächsten Generation gewonnen und Schluss­fol­ge­rungen für Prävention und Unter­stützung gezogen werden.

Leitende Forschungsfragen

Welche Rolle spielte die Betrof­fenheit der Eltern bzw. eines Eltern­teils für das eigene Aufwachsen?

Welche Rolle spielt(e) die Betrof­fenheit der Eltern bzw. eines Eltern­teils für das weitere Leben?

Welches Handeln oder Verhalten der Eltern bzw. des Eltern­teils wurden in Zusam­menhang mit deren Gewalter­leben gebracht? Und wie wird es heute gesehen?

Welches eigene Handeln oder Verhalten wurde in Zusam­menhang mit der Betrof­fenheit der Eltern gebracht? Und wie wird es heute gesehen?

Wie wurde bzw. wird der Umgang der Eltern bzw. des Eltern­teils mit der Betrof­fenheit erlebt?

Vorgehen in der Forschung

Um die Forschungs­fragen zu beant­worten, werden quali­tative und quanti­tative Daten erhoben:

Zunächst werden Inter­views mit volljäh­rigen Personen, deren Eltern in der Kindheit sexueller Gewalt erlebt haben, geführt.

Im Anschluss daran wird ein Online-Frage­bogen entwickelt, um eine größere Anzahl von Personen zu erreichen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich an der Forschung zu betei­ligen.

Die Ergeb­nisse werden in einem Abschluss­be­richt veröf­fent­licht und kostenlos zugänglich gemacht. Ein zusätz­liches Ergebnis dieses Forschungs­pro­zesses wird eine Handrei­chung zu den Gelin­gen­sbe­din­gungen parti­zi­pa­tiver Forschung sein.

Co-Forschungsgruppe

Das Forschungs­projekt wird parti­zi­pativ mit einer festen Gruppe von Co-Forschenden durch­ge­führt, die der Zielgruppe angehören. Die leitenden Forschungs­fragen sowie die Erhebungs­in­stru­mente werden gemeinsam disku­tiert und festgelegt.

Projektbeirat

Die Studie wird durch einen Beirat kritisch begleitet. Er setzt sich zusammen aus Vertre­te­rinnen und Vertretern aus Wissen­schaft und Fachpraxis, darunter Personen mit der doppelten Expertise eigener Betrof­fenheit.

„Die nächste Generation“ ist ein Forschungs­projekt, durch­ge­führt am Institut für Praxis­for­schung und Projekt­be­ratung und finan­ziert durch das Bundes­in­stitut für Öffent­liche Gesundheit.


Beginn: März 2026, voraus­sicht­liches Ende: Mai 2028